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30. November 07 - 11. Januar 2008

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PopRock

Tom Laroche
Am 30. November wird es bunt im FENZ.  Tom Laroche kommt zu uns, und bringt den Pop an die Wände. Zu hören sein wird Rock. Das ganze startet dann unter PopRock ab 19 Uhr, und alle Hingebungsfreudigen sind herzlich eingeladen.

Die Werke Tom Laroches sind nicht leicht einzuordnen. Plakativ und reduziert, klar strukturiert und unverschnörkelt bewegen sich die Bilder des Luxemburgers im Grenzbereich von Unterhaltung und ernster Kunst und spielen mit den Assoziationen des Betrachters. Die „Schublade“ scheint klar erkennbar zu sein, wenn man sich etwa seine Portraitarbeiten von John und Jackie, Sartre oder Jean Marais ansieht: Sofort ergeben sich Verbindungen zu Warhol und seiner Marylin. Verstärkt wird dieser Eindruck, wenn man sieht auf welch breiter Ebene der Künstler seine Werke veröffentlicht, So findet man Tom Laroches Arbeiten auf zahlreichen Werbeplakaten und Flyern, auf Postkarten oder in Anzeigen wieder, für die sie wie geschaffen zu sein scheinen.

Tom Laroches Bilder zeichnen sich durch eine stark reduzierte Form der Darstellung aus. Dieses Thema zieht sich durch das Gesamtwerk des Künstlers wie ein roter Faden. So werden Gesichter oftmals mit nur wenigen Linien und Flächen gezeichnet, ohne dabei jemals ihre Schärfe und emotionale Tiefe zu verlieren. Manche der Bilder wirken auf den ersten Blick abstrakt und offenbaren sich erst beim zweiten oder dritten Betrachten als nahezu fotorealistisch.
Das ist das zentrale Anliegen des Künstlers: diese Reduktion, die Beschränkung auf oftmals nur ein oder zwei Farben, die strukturlosflächige Pinselführung, die schlichte Bildeinteilung, die sich meist an streng geometrischen Figuren orientiert.

In der heutigen Zeit der Informationsüberflutung kommt Tom Laroche schnell zum Punkt - ohne die Grundaussage zu verletzen. Etwas konkretes mit stereotypen Darstellungsformen zum Ausdruck zu bringen ist nach Ansicht des Malers der Schlüssel unserer derzeitigen Kommunikation, da jede Ausarbeitung von informativen oder interpretierbaren Details den Kreis der Rezipienten dezimiert. Aus Sicht des Künstlers muss das durchaus kein Zeichen der Oberflächlichkeit sein. Eine intensivere Auseinandersetzung mit einzelnen Kunstwerken erfordert in der Regel wesentlich mehr Zeit als man aufbringen kann, wenn man in der Welt der Multimedia die Orientierung behalten will, wo jeder Mensch Aufmerksamkeit für sich beansprucht.

Einen schnellen Zugang zu den Kunstwerken zuzulassen ist für Tom Laroche also nur logisch.
„Ich muss mich nicht hinter einem Schutzschild blasierter, nihilistischer Theorie verstecken, um meine Kunst zu rechtfertigen, Wir haben hier in Deutschland unsinnige, unproduktive Unterscheidung zwischen E und U, Ernst und Unterhaltung, Die bei Kunst und Musik oft als Gegensatzpaar wie `gut und böse´, `schwarz und weiß´, `wertvoll und minderwertig´gehandelt wird. Das bringt uns nicht weiter. In Deutschland herrscht manchmal ein gebrochenes Verhältnis zu den Emotionen: Das ungenießbare wird befürwortet - und insgeheim lieben viele das, was sie ablehnen. Die Kritik am Trivialen liegt zwar nicht immer komplett daneben - vieles ist verlogen und oft spiegelt eine dekorative Darstellung eine falsche Realität wider - aber das sollte uns nicht generell die Freude an ästhetischen Darstellungen verderben. Ich jedenfalls werde weiterhin meine Freude daran haben.“

[ Simon Wendring ]