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21. März – 26. April 2009

Hase lang
See

Landschaft u. undefinierte Objekte

David van der Post


Nach einer Vielzahl von Ausstellungen innerhalb der letzten fünf Jahre - zuletzt in der Kunsthalle Basel - zeigt David van der Post im FENZkunstraum einen Ausschnitt aus seinem Werk unter dem Titel "Landschaft und undefinierte Objekte".

Die als Landschaften angelegten Ölbilder sind in handwerklicher Perfektion gemalt, und man könnte sie dem Fotorealismus zugehörig nennen, doch ist es die ihnen innewohnende Weichheit und die Bewegung, die eine jegliche Zuordnung zum Fotorealismus untersagen.

Akribisch vertreibt David van der Post die Ölfarbe auf dem Malgrund und erwirkt Dank dieser Technik eine schemenhafte Unwirklichkeit. Nimmt man die Reduzierung auf wenige Details hinzu, so öffnet sich eine der Farbe raumgebende Tiefe.

Diese Tiefe zieht den Betrachter in das Bild hinein, will, dass er sich förmlich in ihr verliert. Einem Sog emotionaler Stimmungen gleich lassen diese Werke keinen Betrachter unberührt. Hierüber hinaus fängt David van der Post die Zeit, denn ausgearbeitet als Aufnahmen des Moments, wird in seinen Werken Zeit zum dehnbaren Begriff, wird aus dem Moment eine Sekunde, aus der Sekunde eine Minute - eine Unendlichkeit.

Auf einigen Werken sind Himmelskörper abgebildet, die wir gemeinhin als UFOs bezeichnen. Humoristisch integriert der Künstler diese in der Szenerie, ohne jedoch der Frage nach der Existenz ausserirdischen Lebens nachspüren zu wollen, sondern gerade um dem Eindruck von Realität entgegenzuwirken, denn David van der Post betrachtet seine Arbeiten als durchaus nicht realistisch. Vielmehr geht es ihm um das Verhältnis von Realität zu ihrem Abbild. In seinen Arbeiten steckt immer etwas Vages, etwas Geheimnisvolles und die Suche nach dem "Ausloten von Schönheit", wie es der Künstler selbst nennt.

Vernissage - Freitag, 20. März 2009, 19 Uhr
Finissage - Sonntag, 26. April 2009, 19 Uhr